Chalkidiki oder Sporaden

Nach unserem schönen Landurlaub in den Bergen, waren wir in Nea Peramos. Dort wird CALYPSO den nächsten Winter verbringen. Da wir einige Reparaturen ins Auge gefasst haben, ist natürlich günstig ein Auto zur Verfügung zu haben. Wir haben also unser Auto zu Stavros Manitsas gebracht und die Details für die Überwinterung abgesprochen. Die Werft liegt sehr geschützt, Wasser und Strom sind vorhanden und das Werftpersonal ist sehr freundlich und hilfsbereit. 

Mit dem Bus, der direkt in Nea Peramos mehrmals täglich in Richtung Thessaloniki abfährt, kommen wir zurück in die Marina Aretsou und gönnen uns abends im En Plo, dem guten Restaurant an der Hafeneinfahrt, ein leckeres Abendessen.

Am Samstag sind wir unter Volldampf. Das Boot wird Innen und Außen geschrubbt und für die Gäste bereit gemacht. Entsprechend müde sinken wir abends in die Kissen, zufrieden über die erfolgreiche Schufterei.

Mit Sybille und Traugott besprechen wir den Reiseweg der nächsten zwei Wochen. Die Sporaden stehen auf der Wunschliste ganz oben und das Wetter gibt eine ähnliche Empfehlung ab. Wir fackeln nicht lange und legen nach einem kurzen Lunch ab, um die ruhige Nacht am Agios Stilianos nördlich des Wasserturms zu verbringen. Am nächsten Morgen klopft es ans Boot, die Coast Guard sah wohl die einsame CALYPSO vor der Steilwand liegen und entschied, noch eine letzte Kontrolle vor dem verdienten Feierabend durchzuführen. Unter mehrfacher Entschuldigung ob der frühen Störung, werden alle Unterlagen geprüft und nebenbei ein freundlicher Smalltalk mit für uns interessanten Informationen gehalten. Alles bestens meinen die Beamten und streben ihrem Einsatzschiff entgegen, das in 500 m Abstand in Position wartet.

rudimentäre Steganlage in Nea Moudania

Schön, dass wir so früh auf sind, denn wir wollen ja nach Süden. Die ersten zwei Stunden geht es nur unter Maschine, später übernimmt ein schwache Brise aus West den Antrieb. Diese Brise bringt am Abend dann auch den Squall mit, der uns vor der Hafeneinfahrt von Nea Moudania kräftig durchschüttelt. Böen in Sturmstärke halten mich davon ab, in den unbekannten Hafen zu steuern, bei dem die Anlegemöglichkeiten durch das Fernglas recht seltsam anmuten.

drum prüfe, wer sich (ewig) bindet

Kurzerhand ankern wir im Schutz der Steinschüttung und warten in Ruhe ab, bis sich der Wind wieder gelegt hat. Später haben wir kein Problem, nach einer kleinen Rundfahrt einen „geeigneten“ Platz zu finden. Die Versorgungsmöglichkeiten sind exzellent und so decken wir uns mit dem Nötigen ein.

wir lassen uns durch nichts erschüttern, ist schließlich schon das dritte Mal, dass wir an „sowas“ festmachen

Besonders ist der Bäcker hervorzuheben, der alleine mehr als 15 verschiedene Brotsorten anbietet, neben den üblichen Backwaren. Wir probieren zwei Sorten aus und sind begeistert.

Der nächste Tag bringt schönsten Segelwind aus NW. Der legt sich am Nachmittag und wir ändern unsere Pläne. Nach einem ausgiebigen Bad „on the road“ schlüpfen wir hinter die Hafenmauer von Nea Skioni. Auch von hier aus scheint der Windwinkel für die Überfahrt zu den Sporaden sehr günstig und das aktive Schießgebiet wird dabei nicht berührt.

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