Ankern geht nicht immer

Die sehr ruhige Nacht im Süden Murters wurde morgens durch einen heftigen Regenschauer mit kurzem Blitz und Donner beendet. So früh aufgeweckt und doch ausgeschlafen und so reift der Gedanke ein gutes Stück weiter zu kommen und vielleicht dabei auch noch eine Pause einlegen zu können. So früh mussten wir den ersten Teil natürlich motoren, aber gegen 0900 kam dann der erwartete Wind auf und bescherte uns eine angenehme Reise bis auf Höhe Primosten. Dieses Städtchen auf der vorgelagerten Insel sieht schon recht pittoresk aus, da wir flott vorankommen, wollen wir hier die Pause verbringen. Ein sehr freundlicher Marinero mit perfekten Deutsch Kenntnissen nahm unsere Leinen entgegen. Zum  einkaufen hier kurz liegen – kein Problem, Wasser, Strom, Duschen sind hier, da, dort, viel Spass und guten Aufenthalt – alles Kosten frei, wirklich zuvorkommend. Ein kleiner Stadtbummel – wir waren 2009 mit Heike und Ewald schon mal hier – wurde mit Besorgungen und einer kleinen Mahlzeit verbunden. Gut zwei Stunden später pflügten wir schon wieder mitten durch ein Regattafeld, gut wenn man auf dem „richtigen“ Bug fahren kann. Dieser verschaffte uns dabei die Kurshaltepflicht, die ist angenehmer als die Ausweispflicht (Vorfahrt gibts eher selten) und so mussten die anderen um uns herum fahren. Das größere Insel freie Stück kroatischer Küste schafften wir in kurzer Zeit und abends waren wir in einer kuschligen Bucht auf der Insel Solta sicher aufgehoben.

Morgens gings dann mal wieder mit Blister flott voran in Richtung Hvar. An der Einfahrt nach Hvar Stadt durfte dann auch mal wieder die Genua ran (der Düseneffekt war dem Blister zu viel) und wir konnten – immer noch auf dem gleichen Bug (der gleichen Richtung Schräglage) – schöne Ansichten von Hvar erhaschen. Nach Hvar drückten wir uns für die Nacht in die Bucht Zarace.

Heute dann gabs einen kleinen Dämpfer. Für die angesagte nächtliche Bora (Starkwind aus Nord(Ost)) hatten wir uns einige Alternativen ausgeguckt. Neun Ankerversuche führten zu keinem Erfolg. Zu viele Felsen in der einen, zuviel Seegras in der nächsten Bucht verhinderten den notwendigen festen Sitz unseres Ankers – man kann ja aber nicht für jeden möglichen Ankergrund einen Anker mitnehmen. Ein wenig frustriert ( in der ersten Bucht wären wir bestimmt alleine geblieben) haben wir uns dann doch an die Stadtpier von Vela Luka auf der Insel Korcula verholt und dürfen jetzt die Oldie-Hitparade des nahen Hotels in Disco-Lautstärke anhören.

 

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