Archiv des Monats: Juni 2017

reparieren in den schönsten Buchten

Als ich dieser Tage die Salonluke öffne, habe ich nur die Scheibe in der Hand, der Rahmen bleibt liegen. Wir haben ja ALLES an Bord, also SIKA, Werkzeug usw. rausgekramt aber Schreck las nach, sowohl der Primer als auch der Kleber sind nicht mehr zu verwenden – überlagert seit 3 !! Jahren. Also bereite ich alles vor und habe dann Pause – es ist die nächsten Tage kein Regen angesagt.

In Poros haben wir Kleber und Dichtmittel (und einige andere Kleinigkeiten einkaufen können), die Wäsche gewaschen und unseren Lieblingseissalon heimgesucht.

In der Ormos Barbaria, Insel Poros haben wir die Scheibe neu eingeklebt und gedichtet, die von der Werft falsch montierte Badeleiter gerichtet (hört sich einfach an, aber …..) und einige GFK-Schäden, die durch den unsachgemäßen Umgang mit Bohrmaschinen oder die Ungeduld des Mechanikers hervorgerufen worden waren beseitigt, haben das neue Teakdeck mit Salzwasser vertraut gemacht und andere Restarbeiten erledigt – falsch zu glauben, jetzt sei ALLES erledigt!

Leider, leider ist die mit Martina und Klaus letztes Jahr in der Bucht entdeckte „Gin-Tonic-Bar“ der Abrissbirne zum Opfer gefallen, so blieb es bei Malamatina – auch nicht schlecht.

Wind: SW 3  Bft

Etmal:  18 nm

ohne Diesel läuft nix

 

Gestern haben wir uns in Porto Heli versorgt und segeln bei schönstem Wind in Richtung der Insel Hydra, hier wollen wir eine uns noch fremde Bucht anschauen.
Vor der Bucht, Genua einholen, Maschine an, Großsegel ein, Ankermanöver vorbereiten. Es liegen schon zwei Mitbewerber in der Bucht, ok, mit Landleinen ist für uns auch noch Platz.

Beim Einlaufen in die Bucht, versagt die Maschine ihre Dienste und ist trotz guten Zuredens nicht bereit wieder anzuspringen – ich tippe auf fehlendes Diesel in den Brennkammern. Ankertiefe 30 m – zu tief, also flott das Großsegel wieder gesetzt, raus aus der Bucht, Genua hoch und erst mal ins freie Wasser, dort beidrehen zum Beiliegen, Ärmel hoch, Werkzeug raus, Motor freilegen, Ursachenforschung.

Gestern haben wir das Motoröl und sämtliche Filter gewechselt, vielleicht war es keine gute Arbeit.
Es ist alles i.O., also keine Fehler – systematisches Vorgehen.
Der neue Dieselvorfilter hat schon wieder einige schwarze Brösel gefangen – Dreck im Diesel? Die Leitung hat tatsächlich einen Pfropf, alles reinigen die Dieselleitung mittels Dingyluftpdumpe Richtung Dieseldank durchpusten, den Dieselfilter vollfüllen, den Dieselvorfilter anschrauben, den Dieselhahn öffnen und es kommt der Diesel geflossen – aus dem Dieselvorfilter!!!

Beim Zudrehen habe ich wohl die Dichtung gehimmelt, gar nicht schlimm, wir haben ja Ersatz – denken ich! 22.543 verschiedene Dichtungen, aber die, die ich bräuchte – NEIN!
Also, selber eine basteln. Alles auseinander, alles wieder zusammen, alles dicht, Maschine an – läuft. Versorgungssystem – trocken.

Drei Stunden später liegen wir am Anker – jetzt erstmal ein Ankerbier.

 

Wind: 3  Bft

Etmal:  0,5 nm