Der südliche Golf von Euböa 2

Wir genießen die morgendliche Stille und das Bad im türkisfarbenen Wasser und als der Wind einsetzt ziehen wir weiter.

Blick vom Hotelstrand auf die Ankerbucht

Nur unter Genua im ersten Reff streben wir vor dem Wind wieder mit 7 kts aus der Bucht, setzen später das Groß und erreichen unser geplantes Ziel den Hafen Karavos trotz aufkreuzen im Ormos Aliveri am frühen Nachmittag (20 nm in etwas mehr als 3 Stunden, nur fliegen ist schöner 😉 Leider ist der Ort nicht in aufstrebender Entwicklung. Die in den Büchern gepriesenen Einkaufsmöglichkeiten gibt es nicht mehr, die möglichen Liegeplätze sind mit Dauerliegern oder Fischern belegt und Wasser und Strom gibts nicht mehr.

Blick auf das Heizkraftwerk in Karavos (wirklich idyllisch)

Wir finden einen Platz zwischen den Fischern, kaufen am Kiosk ein paar Flaschen Wasser und suchen uns ein Lokal für das Abendessen. Einer sehr guten Vorspeise folgt eine eher mäßige Fischplatte, wir sind ein bisschen enttäuscht.

Ähnlich geht es uns am nächsten Tag im Hafen von Eretrea, einer geschichtsträchtigen Stadt die mit Athen lange um die Vorherschaft am Golf und der Insel gerungen hat. Wenigstens finden wir hier einen unverschlossenen Wasserhahn bei den Fischern und können unsere Tanks füllen. In einem Minimarket versorgen wir uns mit dem Nötigsten. Auch hier herrscht ein wenig Niedergangsstimmung.

Die letzte Etappe bis zur Brücke in Chalcis steht heute an.Wir lassen die wenig interessante Stadt im Kielwasser und wollen in eine Bucht zum Baden segeln. Gar nicht so einfach, denn hier sind die potenziellen Buchten meist zugebaut.

auf unserer Sandbank ist gut ankern

Wir finden dann auf einer Sandbank in der Nähe des Kap Kollanos einen brauchbaren Platz und haben einen schönen Nachmittag mit Baden im sauberen Wasser.

teilweise marode Industrie

Die neue Brücke, Durchfahrtshöhe 36 m

Spätnachmittags motoren wir die letzten 6 sm bis zum Ankerplatz, denn der Stadtanleger ist schon komplett belegt. Wir wollen lieber frei ankern, als ins Päckchen zu gehen.

Mit dem Dinghi gehts an Land und wir erledigen den Verwaltungskram. Für 36 € öffnet sich nicht nur die Brücke, sondern wir dürfen dafür auch die Zeit, die nach der Passage von der Nacht noch übrig ist am Nordkai festmachen (Strom und Wasser nur gegen Aufpreis mit Euböa-Karte). Die Grillplatte im Restaurant ist so umfangreich, dass wir Teile für das nächste Abendessen einpacken.

Ab 2100 Uhr sollen wir in Bereitschaft an Bord sein. Wir lesen an der Straßenbrücke, was wir nach Studium der Gezeitentabelle schon vermutet haben, die Brücke soll gegen 0000 Uhr geöffnet werden.

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