Varkizas – Ermioni und zurück bei Starkwind und ohne

Am 12.09. landen Kerstin und Blo in Athen und werden zu uns an Bord kommen. Bis dahin haben wir noch einiges zu tun. Sind Gäste an Bord treibt es uns nicht gerade zu Pflege- und Servicearbeiten. Da der Meltemi die nächsten Tage sehr aktiv werden soll, entscheiden wir etwas ruhigere Gewässer weiter im Süden aufzusuchen. Nach dem Einkaufen fegt der Meltemi schon mit 6 Bft durch die Bucht. Mit einem solchen Wind werden wir schnell im Süden sein. Mit mehr als sieben Knoten im Schmetterling (Großsegel auf der einen, Vorsegel auf der anderen Seite) segeln wir durch das VTG (Einbahnstraßen, vor allem für die Berufsschifffahrt). Eine Schnellfähre, aus SE kommend, können wir mit schifften des Großsegels (der Großbaum schwenkt auf die andere Seite) dicht an deren Heck passieren, ein Frachter aus der Gegenrichtung zeigt allerdings eine CPA von 0 – 50 m. CPA ist der kleinste Passierabstand zwischen uns und dem Frachter. Mit weniger als 500 m Abstand wollen wir den Bug des Frachters aber nicht passieren. Also rollen wir die Genua komplett weg und lassen dem Dicken den Vortritt. Als heutiges Ziel schwebt uns der Süden Aeginas vor. Alle Buchten sind jedoch schon dicht belegt und die Boote werden durch die Fallböen (mit mehr als 30 kts) heftig durchgeschüttelt. Einige, mit Landleine gesicherte Boote trifft es breitseits, sie werden wohl ihren Liegeplatz verlassen müssen. Dank der schnellen Überfahrt, bleibt uns genug Zeit unser Alternativziel anzusteuern. Bald darauf fällt der Anker im Ormos Eliés (im Westen von Poros). Hier können wir die nächsten Starkwindtage sicher abwettern.

Blick von Poros nach Galatas

Unsere Wassertankanzeige zeigt auf E (leer), also motoren wir Montag Früh gegen Wind und Wellen Richtung Hafen von Poros. Geplant war ein Tankstop und dann zurück in die Bucht. Als wir ankommen ist da doch glatt eine Lücke an der Leeseite der Wurzel des Schwimmstegs frei. Gefühlvoll mogeln wir uns mit Hilfe der Mittelspring an den Steg, verlegen ein Dinghi – und „gut is!“ – Der Besuch der Taverna Garden ist gesichert.

Am nächsten Morgen frischt der Wind dann weiter auf und kommt aus West. Diese Situation kennen wir gut, deshalb verlassen wir schnell den Hafen und suchen ruhigeres Wasser im Ormos Dartiza in der Nähe von Ermioni. Der Donnerstag vergeht windlos und ist vergangen ehe wir uns aufraffen können, die nötigen Arbeiten anzugehen – morgen ist ein neuer Tag!

Sonnenuntergang Poros/Bucht

Die Radarhalterung war mal wieder verbogen

 

 

 

 

 

 

 

 

An dem wir ob der Windvorhersage (aus Nordwest) längsseits ans Kai in Ermioni gehen, um das neue Großsegel endlich aufzuziehen. Die Rechnung geht nicht auf, der Wind dreht auf Ost und frischt auf. Das heißt in Ermioni, man „rockt“ furchtbar oder verlegt – wir verlegen zurück in den O. Dardiza und am nächsten Tag mit sehr viel Arbeit bei drehenden Winden zurück nach Poros, diesmal gehen wir auf die Ostseite – in der Nähe des Friedhofs gibt´s sehr gut haltenden Sandgrund. Hier kann man auch mal bei frischen Winden aus SW – NE das Boot am Anker alleine lassen. Wir gehen abends zum Essen und planen die Wartungsarbeiten für den nächsten Tag.

Immerhin gelingt das Aufräumen und Putzen unter Deck, das Unterwasserschiff wird vom Belag gereinigt und der Propeller geschruppt, Angelrute gerichtet und Dinghi gepflegt und die verbogene Radarhalt Das neue Großsegel ist aber immer noch im Sack! Na ja!

Gemütlich segeln wir in den nächsten Tagen über Aegina wieder in den Ormos Varis, um unsere neuen Gäste in Empfang zu nehmen. So schnell vergehen zwei Wochen, auch wenn man „nix macht“!

Wind:   0 – 7 Bft

Etmal:  146 sm

 

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