Archiv des Monats: August 2014

Rundreise

Am Dienstag holten wir Elke in Preveza ab. Sie war von Mannheim über Nürnberg und Wien gereist und dafür recht fit am Steg. Nach dem Tanken gings dann auch gleich los. Wir haben für sie eine Runde durch die Ionischen Inseln geplant und besuchen die schöne Badebucht Varko. Doch was ist das, lagen wir im Juni hier zu dritt, müssen wir uns jetzt anstrengen einen Platz für die Nacht zu finden, in der Bucht liegen an die Hundert Boote. Auch die Ferienanlage scheint nun belebt zu sein, man merkt, dass noch Ferien sind.  Morgens ist erst mal Baden angesagt, dann geht es weiter nach Meganisi, hier ist die Bucht Atheni am Nachmittag noch nicht gefüllt – gut so, denn auf Ankertiefen von über 15 m (mit Seegras) braucht es einige Versuche, bis unser Eisen hält. Einen Tag später segeln wir mit 25 kts Wind nach Eufemia, gegenan zwar, aber mit wenig Welle, sodass die Reise flott voran geht. Abends besuchen wir unser Lieblingsrestaurant und freuen uns über Lamm aus dem Ofen mit Oregano in Weißweinsoße, „La Pergola“ ist eine Reise wert! Dann durchfahren wir den Kanal von Itaka zum zweiten mal ohne Wind und wagen deshalb unterwegs ein Frühstück in einer klitzekleinen Bucht. Na also, später stellt sich leichter Wind ein und wir Segeln – nach Norden.

Assos, ein beliebter Ferienort

Assos, ein beliebter Ferienort

Mit achterlichem Wind erreichen wir Assos. Beim letzten Besuch noch mit Motorroller, ist es ein gänzlich anderes Gefühl, auf eigenem Kiel in diese Bucht einzulaufen, seltsam, aber wir sind das einzige Boot am Minianleger.

CALYPSO allein am Ministeg

CALYPSO allein am Ministeg

die Brücke

45 m Durchfahrtshöhe an den Seiten, in der Mitte mehr

45 m Durchfahrtshöhe an den Seiten, in der Mitte mehr

Gestern war ein Tag, der eher in die Kategorie „semioptimal“ passt. Zwar ging die Sache mit der Coast Guard ja dann doch glatt über die Bühne, der Rest aber war weniger erbaulich. Wind, Fehlanzeige, Temperatur hoch, Hochdruckwetter mit schlechter Sicht und schwül. Wir vetrkürzen unseren Trip und wollen nur nach Trizonia, einer kleinen Insel, die als Mekka der Langfahrt-Segler gilt. Eine halbfertige Marina und außenherum jede Menge Ruhe, ein paar Tavernen und ein Strand. Grundsätzlich nichts Schlimmes, wir aber wollten eher alleine sein. Die Bucht vor der Marina bietet sich förmlich dafür an, leider ist schon von weitem zu erkennen, dass dort bereits ein Kat vor Anker liegt, und noch etwas ist zu erkennen; die Wasseroberfläche färbt sich seltsam dunkel und in einiger Ferne stehen deutlich Schaumkrönchen und zwar viele und lange. Der fette Wind erreicht uns keine 10 min später, wie auf Knopfdruck haben wir über 20 kts Wind, eigentlich schön aber nicht auf der Nase bzw. so kurz vor dem Ziel. Bei der Annäherung tasten wir uns in die Lücke zwischen Kat und Klippen, beurteilen den Platz als nicht optimal aber ausreichend und werfen Anker. Als der Wind weiter zulegt lege ich mehr Kette. Der Kat räumt das Feld und wir können nochmal Kette legen. Mit jetzt 75 m bei 12 m Wassertiefe fühlen wir uns sicher. Welle kann sich keine aufbauen, aber CALYPSO nutzt nun die Breite der Bucht zum Surfen. Die Nacht wird unruhig und Böen weit über 30 kts lassen das Rigg heulen. Gegen 0400 schlief der Wind genauso schnell ein, wie er gekommen war, ……und ward den Tag über nicht mehr gesehen, weder Wetterbeobachtung noch –vorhersage konnten die Lage erklären und so blieb uns ein weiterer Tag unter Maschine nicht erspart.

reger Fährverkehr trotz Brücke

reger Fährverkehr trotz Brücke

Ein Highlight, die Unterquerung der Brücke Rion – Antirion und ein freundliches Funkgespräch mit „Traffic Controll“. In Mesolongion angekommen zeigt das Log 35 sm Motorfahrt, nicht wirklich schön. Wir liegen längsseits, Platz ist genug da und folgen abends einer Restaurant-Empfehlung. Danke Annette und Rudolf „The Rooster´s Egg“ hat unsere Erwartungen übertroffen.

an die Kette gelegt

die Brücken an den Einfahrten werden auf 8 m unter den Wasserspiegel gesenkt

die Brücken an den Einfahrten werden auf 8 m unter den Wasserspiegel gesenkt

Wir sind in Galaxidi, der Beamte der Coast Guard las aufmerksam unsere Dokumente. Dabei stellte er leider fest, dass unsere Versicherungspolice justament heute abgelaufen ist. Mit unserer Versicherung war abgesprochen, dass uns die neue Police über eMail rechtzeitig erreichen soll, das ist nicht gelungen. Der Beamte behielt – mit Bedauern – unsere Pässe und bestand auf der Vorlage gültiger Papiere.

Schon gestern war uns zwar der Wettergott hold, aber der Ingenieur, der die Anlegepier der Kanalverwaltung gebaut hat, mit den Ausmassen und Erfordernissen eins Segelbootes und der Verwaltungsbeamte im Umgang mit Kunden, nicht vertraut.

Der Kai ist sehr hoch und sehr grob, für GROSSE Schiffe halt oder was man damals dafür gehalten hat. Jedenfalls war der Schwell so stark, dass einem unserer Fender glatt die Luft ausging. Dagmar hatte zu tun, CALYPSO im Zaum zu halten, während ich von einem nicht sehr freundlichen Verwaltungsbeamten abgefertigt wurde. Auf die Frage wann mit dem setzen der blauen Flagge (signalisiert die Erlaubnis zur Einfahrt) zu rechnen sei, sagte er barsch:“Bleiben sie hörbereit auf Kanal 11“ und widmete sich weiter einem Gespräch mit offensichtlich privatem Charakter, so war ich also entlassen.

fünf feste Brücken überspannen den Kanal

fünf feste Brücken überspannen den Kanal

Nach dem Ablegen wollten wir hinter dem Wellenbrecher der Einfahrt vor einer Werft und Mooring-Liegern Schutz suchen und Kreise ziehend abwarten.“ CALYPSO verlassen sie sofort den Einfahrtsbereich“ , schallt es aus dem Funkgerät. Also draußen warten, im gegurke des Schwell. Nach einer Zeit hatten wir die Nase voll und suchten uns einen Ankerplatz zum Abwarten. Nach einer weiteren halben Stunde – es war kein anderes Schiff aus dem Kanal gekommen – kam dann weder die blaue Flagge noch die Ankündigung der Einfahrt, sondern das Kommando „CALYPSO einfahren“. Hektik kam jetzt nicht auf, denn wir waren der Meinung, dass sowohl organisatorisch als auch im Umgang mit Kunden noch erheblicher Verbesserungsbedarf erkennbar war. Die Durchfahrt war dann doch teilweise beeindruckend. Hochachtung, was die beiden ungarischen Ingenieure und die vielen Arbeiter hier geleistet haben. Über 3 sm lang, 24 m breit, 8 m tief und bis zu 76 m hoch, so stellt sich der Kanal vor. Noch heute benutzen bis zu 30 Schiffe/Boote den Kanal, im Gegensatz zu früheren Jahren nahezu ausschließlich Freizeitboote und Ausflugsschiffe.

fünf feste Brücken überspannen den Kanal

teilw. über 80 m hohe Wände, es bröckelt auch manchmal

Leider wird die Gebühr für die 120 Jahre alte Wasserstrasse jedes Jahr angehoben und so kostet die Durchfahrt für uns € 181,17 – na ja, es gibt halt viel zu reparieren.

In 30 min war dann alles vorbei, zusammen mit einem anderen Boot verließen wir den Kanal im Golf von Korinth. Die Stadt war dann auch unser Ziel. Bald liefen wir in den unorganisierten „Yachtthafen“ ein und fast auch gleich wieder hinaus, hätte nicht am Kai ein braungebrannter Mann mit schütterem aber langem, blonden Haar deutlich Zeichen gegeben. Beim Näherkommen erkannten wir dann Bodo von der AUSREISSER, der die letzten Wochen den Golf von Korinth erkundet hatte, klein ist die Welt der Langfahrtsegler im Mittelmeer.

Zurück zur Versicherung. Morgens schrieb ich eine eMail an das Büro und 20 min später lagen die Unterlagen vor, mit denen ich unsere Pässe bei der Coast Guard auslösen konnte. Schon bald machten wir uns auf den Weg zur Insel Trizonia.

Alte Steine

Nachdem unser Besuch nun wieder in heimischen Gefilden weilt, wollen wir uns noch ein Mal Teilen der Geschichte Griechenlands widmen. Nach einer stürmischen Nacht am Anker (bis 6 bft+)nahm der Wind am frühen Morgen etwas ab und wir konnten noch ein paar Stunden ruhigen Schlaf finden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

wir freuen uns über den herrlichen Ausblick von der obersten Stufe des Theaters

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

wer hier wohl schon alles gesessen hat?

Wir wollen nach Epidaurus, der bedeutendsten Kultstätte für den Gott Asklepios (der Heilgott) in Griechenland. Hier kann man die Reste seines berühmten Tempels besuchen. Die Kranken legten sich zum Heilschlaf im Abadon nieder und warteten, dass Asklepios ihnen im Traum zur Heilung verhalf, mal mit Schlangengift oder auch anderen Drogen beeinflusst (es sollen nicht alle überlebt haben). Daneben gibt es das Stadion zu besichtigen, besser erhalten als das in Olympia, mit Ehrenplätzen (Rückenlehne aus Stein hatte nicht jeder) und unterirdischem Gang zum Gymnasion für die Athleten; einige andere Tempel für Gottheiten wie Themis, Apollo oder Aphrodite.

gerne wird eine Münze auf die Steinplatte geworfen, um die Akustik zu testen

gerne wird eine Münze auf die Steinplatte geworfen, um die Akustik zu testen

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

die Ausgrabungen ruhen momentan

Das auffälligste Bauwerk allerdings ist wohl das sehr gut erhaltene Theater, es ist halbkreisförmig in den Hang gebaut und bietet Platz für 14000 Zuschauer. Der Blick in das nahe Gebirge und die Akustik sind jedes für sich überaus beeindruckend.

Die Überfahrt nach Palaia Epidaurus war es auch, über 20 kts Wind aus der richtigen Richtung und die fehlende Welle ließen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 6,5 kts zu, Segelspaß pur! Nach 35 sm Spaß fanden wir den letzten Platz an der Kaimauer. Jo, ein freundlicher Schwabe mit Elke seiner sympathischen Frau und SAPHIRA einer SUNBEAM 42 unterwegs auf Langfahrt nahm unsere Festmacher an.

Am nächsten Tag also ging´s mit dem Taxi zu den alten Steinen und zurück. Von so viel Altertümern angestrengt suchten wir uns nachmittags ein schönes Plätzchen zum Baden und abends eine hübsche Taverne. Uozo, einheimische Speisen und Hauswein schmeckten uns gut und der lange Abend verging viel zu schnell mit kurzweiligen und interessanten Gesprächen mit Jo und Elke.

Morgen geht´s durch den Kanal.

Wahnsinnsüberraschung

Weg ist er, unser Besuch! Wir stehen etwas wehmütig winkend am Kai, die Zeit rast!

Vor zwei Tagen kamen die lieben Kuhls hier als perfekt geplante Überraschung hier in der Marina Vouliagmeni, auf Attika an, gewöhnen sich schnell in die beengten Verhältnisse CALYPSOs ein und schon geht’s im Dinghi in „Rauschefahrt“ durch die Bucht. Die Kleinen haben ihren besonderen Spaß. Am späten Nachmittag geht es noch zum flachen Strand, hier kann man herrlich toben. Später dann auf dem Heimweg, ist ihnen die Anstrengung des langen Tages doch anzumerken. Dagmar macht Spaghetti für alle und nach dem Abendessen und dem dazugehörigen Rosé ziehen wir uns bald in die „von den Kindern zugeteilten“ Kojen zurück.

Segelinspektion mit Kennerblick

Segelinspektion mit Kennerblick

Alle sind am nächsten Morgen ausgeruht und unternehmungslustig an Deck. Die Kinder fragten schon am Vortag, wann wir denn auslaufen würden und das Wetter meint es heute sehr gut mit uns, so dass wir uns nach dem Frühstück vorbereiteten. Klaglos wird die „Rettungswestenregel“ akzeptiert und eingehalten. Alle unterstützen beim Auslaufen.

alles klar Skipper

alles klar Skipper

image

wohlfühlen ist angesagt

Als „Törn“ steht die Umrundung der Insel Fleves an und gelingt. Segel aufheißen, einreffen, ausreffen, Segel einholen und Blister setzen, vor Anker gehen, Tampen im Propeller, das gesamte Programm! Später kommen noch eine Kontrolle durch die Küstenwache, Pommes und Eis am Strand und das Einlaufen in der Marina dazu. Duschen, Taxi organisieren, Restaurant empfehlen lassen, lecker Fischplatte essen, Hansjörgs Geburtstag feiern, schlafende Kinder zum Boot transportieren, Prosecco trinken, das Geburtskind hochleben lassen, fertig, der Tag war ausgefüllt. Am Morgen der Abreise noch schnell eine Dinghi-Fahrt zum benachbarten Strand, Sachen verpacken, Taxi bestellen und…

weg ist er, unser Besuch! Wir stehen etwas wehmütig winkend am Kai, die Zeit rast! Schade!

Danke für euren Blitzbesuch, es war schön euch auf der CALYPSO zu haben!

 

einsame Bucht auf Aigina

Gestern Morgen noch, saßen wir in einem kleinen Straßencafé, genossen Frappe – kalter Kaffee mit Milch und Zucker, lecker – und die dicht am Ufer vorbeifahrenden Boote und skypen mit unserer Freundin Sabine. Wir scherzen hin und her und sie spricht u.a. von der Möglichkeit ein von uns benötigtes Dokument in den nächsten Tagen vorbeibringen zu können. Noch denken wir nicht weiter darüber nach, als aber Hansjörg aus Hongkong mailt, uns nach unserem „genauen“ derzeitigen Standort befragt und sich erkundigt, ob wir in zwei Tagen in der Nähe von Athen sein könnten, schwant uns dann doch etwas. Kurz, Familie Kuhl möchte uns besuchen, mit Kindern – welch schöne Überraschung.

Kurz kaufen wir noch einige Sachen ein, schmieden einen Plan für den Besuch, kontaktieren einige Marinas zwecks Liegeplatz und laufen aus. Vor lauter Freude vergessen wir uns von Annette und Rudolph zu verabschieden, die in der Stadt unterwegs sind – nochmal, Entschuldigung ihr zwei.

Einer Empfehlung von Peter Kat AQUA folgend übernachten wir in einer, von See kommend, kaum zu erkennenden Bucht an der Ostseite der Insel Aigina und sind mal wieder alleine. Morgen kommen unsere Gäste.

Poros

Gemütlich sind wir gestern nach Poros motort – den Wind auf der Nase und schwach. Wir hatten Mühe den vielen, uns entgegen kommenden Booten auszuweichen – Flottillen auf dem Weg nach Süden. Der Haupturlaubsmonat ist halt immer noch der August. Wir nähern uns Poros von Osten und durchfahren den schmalen Kanal, der die Insel vom Festland und der Stadt Galata trennt. Das hat was von Grachten befahren. Kaum 20 m von den Restaurants entfernt, gleiten wir dahin. Wir finden einen Liegeplatz am Stadtkai mit Wasser und Strom – große Seltenheit und erkunden das hübsche Örtchen. In der Stadt treffen wir Jana und Detlef von der JADE, die wir auf dem Skippertreff in Porto Heli kennengelernt haben. Nach kurzem Plausch trennen sich unsere Wege, schließlich haben auch Langzeitsegler bestimmte Dinge zu einer bestimmten Zeit zu erledigen.

Als wir zur CALYPSO zurückkehren, sehen wir Annette und Rudolf einlaufen und das gemeinsame Abendessen ist schnell beschlossen. Dagmar verläßt sich bei der Restaurantauswahl gerne auf ihr Bauchgefühl und es klappt überwiegend, so finden wir auch heute in zweiter Reihe ein gutes Restaurant mit günstigen Preisen.

Hydra/Idra

Nach dieser herrlich ruhigen Nacht – nachdem Taxiboote die letzten Badenden abgeholt hatten – ganz allein in der Bucht Agios Nicolaos im Südwesten der Insel Hydra, wollen wir heute nochmals einen Versuch starten, im Stadthafen einen Liegeplatz zu bekommen. Es ist Samstag und später Vormittag, Crewwechsel bei den Vercharterern. Gemütlich tuckern wir – mangels natürlichem Vortrieb – die Nordküste Hydras entlang, zwischen Inseln und Inselchen, an herrlichen Buchten vorbei, dem Hafen entgegen. Als wir um die Ecke biegen verlassen gerade mehrere Boote den Hafen. Unsere Rechnung geht auf, wir können uns den Liegeplatz in dem kleinen Hafen wirklich aussuchen. Nach dem ersten Rundgang beschließen wir spontan, die Nacht über zu bleiben, denn auch hier ist gerade Gästewechsel und es gibt keine Disco an der Promenade. Nach einem ausgiebigen Spaziergang um die Stadt, suchen wir uns das Café mit den bequemsten Sesseln und chillen den Nachmittag über. Abends folgen wir einer Empfehlung des National Geographic Reiseführers und bestellen uns in der Taverne Xeris Elia einen Tisch. Wir haben es nicht bereut, weil später alle Tische belegt waren, die Speisen traditionell und lecker waren, uns der Wein aus eigenem Anbau mundete und zwei Griechen mit Gitarre und Gesang eine angenehme Begleitung waren.

Hydra werden wir eines Tages mal zum Wandern besuchen, am besten im Mai – da blüht´s dann überall.. Hier gibt es ausgewiesene Wanderwege in vielen Längen und Schwierigkeitsgraden. Es gibt (fast) keine Autos, weil kaum Straßen für sie da sind. Alle Waren – inklusive des Wassers – werden per Schiff angelandet und per Handkarren oder Maultiertransport verteilt. Günstige Unterkünfte stehen zur Verfügung. Eine Empfehlung auch für die Griechenland – Entdecker Anya und Reimund und Heike und Stefan. gesellte

Segler trifft man überall

Nachdem CALYPSO wieder im Wasser war, zogen wir es vor in der Kranbox zu bleiben, denn am Horizont ballte sich schon seit einiger Zeit etwas zusammen. Der Werftbesitzer meinte „das kommt nicht bis zu uns“ sollte sich aber irren. Eine Stunde später kamen der Werftbesitzer und einige Angestellte mit ihren Rollern angeflitzt, um ihre eigenen Boote zu versorgen. Der Wind hatte inzwischen 25 kts + erreicht und die daraus resultierende kurze steile Welle schaukelte die Bötchen ordentlich durcheinander. Wenig später war alles organisiert und der Wind bei mehr als 7 bft angekommen. Angekommen war nun auch der Regen, der CALYPSO endlich mal wieder eine Süßwasserdusche verpasste. So ein Gewitter ist aus der geschützten Plicht hübsch anzusehen und die Welle erreichte die Box auch nicht. So blieb uns nach dem Gewitter nur die „Feinarbeit“ und unser Boot war mal wieder REIN.

Abends machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Gemeinde, wobei Dagmar – ihrem Bauchgefühl folgend – ein kleines Restaurant aussuchte. Speisenkarte gab es zwar keine, aber die Bedienung zählte uns alles auf. Als sie dann die griechischen Spezialitäten brachte, hatten wir das Gefühl, bei jeder zweiten Aufzählung genickt zu haben, egal es war alles lecker. Später setzte sich Walter ein Österreicher vom Nebentisch zu uns und erkundigte sich nach unserer Zufriedenheit mit der Werft und anderen Dingen. Da wir mit Essen ja fertig waren, bestellten wir noch einen Liter Rosé und gesellten uns an den Nachbartisch, wo wir einen weiteren Walter – Mediziner aus Deutschland -, Gaby und Reinhard kennenlernten. Der Abend wurde sehr kommunikativ – wie in Seglerkreisen weit verbreitet. Schließlich verabredeten wir uns noch für den Skipperstammtisch in Porto Heli am nächsten Abend.

Schraube locker

Heute wollten wir uns Hydra anschauen, auf Empfehlung fahren wir in die Bucht Mandraki, doch hier giebt es eine riesige Baustelle, das gesamte ostwärtige Ufer der Bucht (hatte ich mir für die Landleine gedacht) ist abgesperrt. Taucher erstellen Abgrenzungen, Bagger räumen Felsen zur Seite, die vorher abgesprengt wurden, LKW fahren hin und her UND eine Flottille versucht sich hier einzurichten. Nein, nicht mit uns! Wir entscheiden, uns doch mal den Hafen anzuschauen. Schon bei der Annäherung sind wir „umzingelt“ von anderen einlaufenden Booten, Fähren fahren ein und aus und die Wassertaxis brausen ohne Rücksicht durch die einlaufenden Boote, dass deren Schwell das Geschirr im Schapp wild klappern lässt. Drinnen „kämpfen“ mehrere Segelboote um einen Leigeplatz. Wir halten uns da raus und legen einfach an der Stirnseite der Mole an, um die Lage zu sondieren. Nach einer Weile des Tumultes um uns herum, verziehen wir uns an das fünf Seemeilen entfernte Festland in eine wunderbare Bucht. Puh, erst mal aufatmen, baden gehen und relaxen. Wie immer, wenn wir in einer ruhigen Bucht baden, tauche ich kurz unters Boot und schaue nach dem Rechten, dabei fällt mir ein glänzender Rand an der Welle auf, kurz vor der Schraube, der da gar nicht sein dürfte.

Der Faltpropeller

Der Faltpropeller

Bei näherer Betrachtung und Anfassen läßt sich die Schraube auf der Welle bewegen, das darf nicht sein. Von außen ist kein Schaden erkennbar, auch die Propellerblätte zeigen keine Spur von Grundberührung oder Ähnlichem, Ratlosigkeit macht sich breit. Aus dem Internet besorge ich mir eine Konstruktionszeichnung. Daraus ergibt sich, daß eine Reparatur unter Wasser nur mit entsprechender Ausrüstung möglich ist. Also zurück nach Porto Heli und Christian, der unsere Genua geflickt hat, bemühen. Doch leider lehnt er eine Reparatur unter Wasser ab, er kennt auch niemanden der einen Faltprpeller mit drei Blättern unter Wasser zerlegt, zu hohes Risiko, etwas zu verlieren. Also 12 sm weiter nach Kiladi, diese Werft sagt uns die Reparatur zu – an Land. Das wird unser morgiges Ziel – ohne Maschineneinsatz.